Fenstertechnik

Jetzt Austausch veralteter Fenster gegen moderne Wärmedämmfenster


Austausch alter fensterDieser Sommer verdient angesichts diverser Wetterkapriolen seinen Namen eigentlich nicht. Aber immerhin war der Regen warm und man musste nicht heizen. Allmählich werden die Tage nun allerdings merklich kürzer und im September hält dann auch der Herbst wieder Einzug. Wer über den Austausch seiner veralteten Fenster nachdenkt oder gerade einen Neubau errichtet, sollte idealerweise jetzt den Einbau moderner Wärmedämmfenster einplanen – denn sie lassen Licht sowie die Wärme der Sonne herein und halten sie dann im Raum. So verlängern sie den Sommer und verkürzen die Heizperiode.



Alte Fenster sind ein bisschen wie alte Autoreifen: Nicht mehr ganz in Form, das Material hat durch Jahre intensiver Nutzung und dem Kampf gegen die Wetterunbilden gelitten und es treten gegebenenfalls Undichtigkeiten auf. Allerdings sind Fenster viel länger in Gebrauch, als die Pneus im Automobilsektor: Sie stammen oft noch aus der Zeit vor 1995, als von gut dämmenden Edelgasen im Scheibenzwischenraum, transparenten Beschichtungen zur Wärmereflektion und hocheffizienten Rahmenkonstruktionen längst noch keine Rede war. Ist es nicht an der Zeit, sie zu erneuern?

Welches Fenster kommt in Frage?

Die Frage nach dem „Ob“ des Fenstertauschs beziehungsweise -einbaus klärt sich spätestens im Dialog mit einem Fensterspezialisten recht schnell. Doch welche Fenster sind wirklich gut? Sind es Kunststofffenster, Holzfenster oder Aluminiumfenster? Die Qualität bemisst sich anhand verschiedener Gesichtspunkte: Wichtig ist zunächst der Rahmen mit seiner Dämmeigenschaft, die er unabhängig vom präferierten Material erfüllen muss. Dazu kommen thermisch optimierte Dichtungen und eine optimale Verglasung in Form von modernen Zweifach- und Dreifachverglasungen mit Edelgasfüllung und metallischen Beschichtungen. Auf das Fenster abgestimmte Beschläge runden ein perfektes Wärmedämmfenster ab. Außerdem empfiehlt es sich in der heutigen Zeit, den Einbruchschutz nicht außer Acht zu lassen.

Klassische oder bodentiefe Fenster?

Der Rest ist eine reine Geschmacksfrage: Dürfen es klassische oder bodentiefe Fenster sein, Ganzglasecken, Rundfenster oder Schrägelemente im Dach? Hier haben Bauherr und Modernisierer sprichwörtlich die Qual der Wahl. Aber nicht nur die Form lässt sich nach den eigenen Bedürfnissen bestimmen, auch schicke Farben sind bei Fenstern gefragt. Sie können aus den unterschiedlichsten Materialien wie Kunststoff, Holz und Metall oder Kombinationen daraus und mit reizvollen Oberflächen angefertigt werden.

Diese vielen Möglichkeiten machen die Fassade des Eigenheims zum attraktiven Unikat und zum Bollwerk gegen den Herbst und schließlich auch gegen den Winter. Ein weiterer Fingerzeig für den stressfreien Kauf der neuen Wärmedämmfenster bieten die RAL Gütezeichen „Fertigung“ und „Montage“. Wer sich für Wärmedämmfenster eines gütegesicherten Unternehmens entscheidet, kann sich auf eine durchgehend gute Qualität und die korrekte Montage verlassen.

Quelle: Verband Fenster + Fassade
Foto: VFF/Aldra Fenster und Türen

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Welchen Einfluss haben Fenster auf den Energieausweis?

Der Energieausweis ist für Eigentümer, Käufer und Mieter eines Gebäudes ein zentrales Dokument. Er gibt Auskunft über den energetischen Zustand eines Gebäudes und macht den Energieverbrauch vergleichbar. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle: Dämmung, Heizungsanlage, Baujahr – und ganz entscheidend auch die Fenster. Doch welchen konkreten Einfluss haben Fenster auf den Energieausweis, und warum sind sie so wichtig?

Der Energieausweis – eine kurze Einordnung

Der Energieausweis bewertet die Energieeffizienz eines Gebäudes entweder anhand des Energiebedarfs (Bedarfsausweis) oder des tatsächlichen Energieverbrauchs (Verbrauchsausweis). Das Ergebnis wird in Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) angegeben und zusätzlich in Effizienzklassen von A+ bis H eingeteilt.

Fenster gehen insbesondere beim Bedarfsausweis direkt in die Berechnung ein, da hier die baulichen Eigenschaften des Gebäudes betrachtet werden. Aber auch beim Verbrauchsausweis wirken sie sich indirekt aus, da schlechte Fenster den Heizenergieverbrauch erhöhen.

Fenster als energetische Schwachstelle

Fenster zählen zu den größten Schwachstellen in der Gebäudehülle. Während moderne Außenwände sehr gut gedämmt sind, können veraltete Fenster erhebliche Wärmeverluste verursachen. Je nach Baujahr eines Gebäudes machen Fenster bis zu 20–30 % der gesamten Wärmeverluste aus.

Besonders problematisch sind:
  • Einfachverglasungen
  • Alte Doppelverglasungen ohne Wärmeschutzbeschichtung
  • Undichte Rahmen oder schlechte Anschlüsse
Diese führen dazu, dass Heizenergie nach außen entweicht und der Energiebedarf des Gebäudes steigt – was sich negativ im Energieausweis widerspiegelt.

Der U-Wert: Die wichtigste Kennzahl

Der Einfluss von Fenstern auf den Energieausweis wird vor allem über den U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) beschrieben. Er gibt an, wie viel Wärme pro Quadratmeter und Kelvin Temperaturunterschied verloren geht.

Alte Einfachfenster: U-Wert ca. 5,0 W/(m²K)
Alte Doppelverglasung: ca. 2,7–3,0 W/(m²K)
Moderne Wärmeschutzfenster (3-fach-Verglasung): ca. 0,7–0,9 W/(m²K)

Je niedriger der U-Wert, desto besser die Dämmwirkung – und desto positiver wirkt sich das Fenster auf den Energieausweis aus.

Verglasung, Rahmen und Abstandhalter

Nicht nur die Scheibe selbst ist entscheidend. Auch Fensterrahmen, Abstandhalter und die Einbausituation beeinflussen die energetische Bewertung.
Rahmenmaterial: Kunststoff- und Holzrahmen schneiden energetisch meist besser ab als alte Aluminiumrahmen ohne thermische Trennung.
Warme Kante: Moderne Abstandhalter zwischen den Scheiben reduzieren Wärmebrücken und verbessern den Gesamt-U-Wert.
Einbauqualität: Undichte Fugen oder falscher Einbau können selbst hochwertige Fenster energetisch verschlechtern.

Im Energieausweis wird daher oft der sogenannte Uw-Wert verwendet, der das gesamte Fenster inklusive Rahmen bewertet.



Einfluss auf die Energieeffizienzklasse

Der Austausch alter Fenster gegen moderne Wärmeschutzfenster kann den Energiekennwert eines Gebäudes deutlich verbessern. In vielen Fällen lässt sich dadurch eine oder sogar mehrere Effizienzklassen im Energieausweis aufsteigen – beispielsweise von Klasse E auf D oder C.

Das hat mehrere Vorteile:
  • Besseres Image der Immobilie
  • Höherer Marktwert
  • Leichtere Vermietung oder besserer Verkaufspreis
  • Erfüllung gesetzlicher Anforderungen bei Sanierungen
Gerade bei älteren Gebäuden sind neue Fenster oft eine der effektivsten Einzelmaßnahmen zur Verbesserung des Energieausweises.

Wechselwirkung mit anderen Bauteilen

Fenster wirken nicht isoliert, sondern immer im Zusammenspiel mit anderen Komponenten der Gebäudehülle. Hochwertige Fenster entfalten ihr volles Potenzial erst dann, wenn auch die Außenwände gedämmt sind, Rollladenkästen saniert wurden und Wärmebrücken minimiert werden. Andernfalls kann es sogar zu Problemen wie Schimmelbildung kommen, wenn warme, dichte Fenster auf kalte, ungedämmte Wände treffen. Für den Energieausweis ist daher eine ganzheitliche Betrachtung entscheidend.

Fenster sind ein Schlüsselfaktor für den Energieausweis

Fenster haben einen erheblichen Einfluss auf den Energieausweis eines Gebäudes. Ihr Zustand, ihre Verglasung und ihre Dämmwerte bestimmen maßgeblich, wie hoch der Energiebedarf ausfällt. Moderne Fenster mit niedrigem U-Wert können den Energiekennwert deutlich verbessern und tragen somit zu besseren Effizienzklassen bei.

Wer seinen Energieausweis optimieren möchte, sollte den Zustand der Fenster daher genau prüfen. In vielen Fällen ist der Fenstertausch nicht nur eine energetisch sinnvolle Maßnahme, sondern auch eine Investition in Wohnkomfort, Werterhalt und Klimaschutz.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR
Foto: Pixelio / CCO Public Domain / fHPeker

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