Fenstertechnik

Energieeffizienz spielt beim Hauskauf eine immer wichtigere Rolle


EnergieeffizienzNicht nur Optik, Lage, Ausstattung und Preis sind heutzutage beim Hauskauf wesentliche Faktoren. Selbst dann, wenn das vermeintliche Traumhaus gefunden ist, kommt ein noch häufig unterschätzter Punkt beim Hauskauf zum Tragen: die Energieeffizienz. Gerade in Zeiten, in denen die Energiekosten immer weiter steigen, achten Immobilienkäufer zunehmend auf den zu erwartenden Energieverbrauch.
 

Eine aktuelle Studie (Quelle: Immobilienbarometer Interhyp und ImmobilienScout24, 2020) belegt dies und zeigt, dass mehr als 80 % der Befragten großen Wert auf den energetischen Zustand einer Immobilie legen. Hausbesitzern und Zukünftigen ist dabei insbesondere eine doppelte Verglasung der Fenster, eine gute Wärmedämmung und eine moderne Heizungsanlage wichtig.

Schließlich kann eine schlechte Energieeffizienz für Haus- und Wohnungskäufer ein teures Nachspiel haben. Die Kosten für eine energetische Sanierung können abhängig vom Umfang und vom Zustand der Immobilie enorm hoch ausfallen. Deswegen ist die Energieeffizienz auch wichtig zur Preisermittlung in der Immobilienbranche. Eine schlechte Energieeffizienz kann zu einem niedrigeren Kaufpreis führen. Zur Bewertung der Energieeffizienz kann und sollte der Energieausweis herangezogen werden. Darin werden alle wichtigen energetischen Daten einer Immobilie zusammengefasst. Käufer können daran erkennen, welche Energiekosten später auf sie zukommen.

Beim Verkauf von Immobilien muss der Eigentümer einen Energieausweis vorlegen. Dies ist in der Energieeinsparverordnung (kurz: EnEV) aus dem Jahr 2014 geregelt. Diese Verordnung gibt auch vor, welche Angaben in einer Immobilienanzeige beziehungsweise einem Exposé gemacht werden müssen. Dazu gehören das Baujahr der Immobilie, die Energieeffizienzklasse, der Energieverbrauchswert oder der Endenergiebedarf sowie die Heizungsart.

Achtung: den Energieausweis gibt es in zwei Ausprägungen

Immobilienkäufer müssen beim Energieausweis aufpassen. Denn es gibt zwei verschiedene Arten. Im verbrauchsorientierten Energieausweis wird der jährliche Energieverbrauch der Bewohner festgehalten. Als Basis dienen die Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre. Allerdings sagen diese Zahlen nichts über das Nutzungsverhalten der Bewohner aus, also ob die Bewohner eher sparsam oder stark geheizt haben. Denn natürlich können die Eigenschaften der Bewohner tatsächlich die wirkliche Energieeffizienz von einer Immobilie beeinflussen. Dies zeigt, dass der verbrauchsorientierte Energieausweis einen großen Nachteil besitzt. Besonders deutlich wird dies, wenn eine Immobilie in den letzten Jahren leer gestanden hat. Denn in diesem Fall gibt der Energieausweis gar keine Hinweise auf die Energieeffizienz wieder.

Wesentlich umfassender ist der Bedarfsausweis. Denn hierbei spielen die wirklichen Verbrauchsdaten keine Rolle. Zur Berechnung der Energieeffizienz nutzt der Aussteller das Baujahr, den Gebäudetyp und verschiedene technische Daten der vorhandenen Heizung. Das Ergebnis wird dann im bedarfsorientierten Energieausweise festgehalten.

Grundsätzlich können Eigentümer entscheiden, welche Art von Energieausweis sie beantragen. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, bei welchen der bedarfsorientierte Energieausweis Pflicht ist, beispielsweise bei Gebäuden, deren Bau vor dem 01.11.1977 beantragt wurde, die maximal bis zu vier Wohnungen aufweisen und nicht in der Folge energetisch saniert worden sind. Für Gewerbeimmobilien gilt diese Regelung allerdings nicht, hier reicht der Verbrauchsausweis.

Ganz einfach die Energieeffizienz von Häusern und Wohnungen erkennen

Der Energieausweis kann einfach gelesen werden, denn Grundlage bildet ein Ampelsystem. Zeigt der Pfeil in den roten Bereich muss mit hohen Energiekosten gerechnet werden. Eventuell ist sogar eine energetische Sanierung erforderlich. Verbesserungspotenzial ist vorhanden, wenn der Pfeil auf Gelb steht. Ein geringer Energieverbrauch ist zu erwarten, wenn der Pfeil auf den grünen Bereich verweist. Darüber hinaus wird auch die Energieeffizienzklasse von einer Immobilie angeben. Die beste Energieeffizienzklasse ist A+, die schlechteste Klasse H. Auch der genaue Energieverbrauch und weiteren Daten zum Gebäude sind in dem Energieausweis zu finden.

Quelle: Tipps24-Netzwerk - HR

Foto: Pixabay / CCO Public Domain / drozdzok

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